Tag 162,
Daintree NP
Aus der Reise Laos, Vietnam, China, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien 2025/26
Eintrag 97 von 99
Heute geht es Richtung Norden zum Daintree National Park. Das sind von Cairns knapp 2 Stunden Fahrt. Morgens um 8 Uhr ist am Ellis Beach noch nichts los, aber an der Straße tummeln sich einige weiße Kakadus. Auch wenn es hier zum Alltag gehört und daher wenig beachtet wird, ist es für mich immer wieder faszinierend, diese tollen Vögel frei lebend so nah zu sehen.
Wie so oft in Australien kann man zum Baden oder Schwimmen nicht einfach so ins Meer gehen. Dafür ist hier ein ziemlich kleiner Bereich des langen, schönen Strandes mit einem Hainetz gesichert, das hoffentlich auch zuverlässig gegen Krokodile und Quallen schützt. Besonders gefährlich ist die zu den Würfelquallen zählende Seewespe, die, untypisch für Quallen, auch entgegen der Strömung aktiv auf die Jagd gehen kann. Dabei können die Tentakel auf 2 bis 3 Meter Länge ausgestreckt werden. Mit ihren 24 Augen kann sie die Beute gut sehen. Das Gift kann bereits nach 5 bis 20 Minuten zum Tod führen.
Ich habe mir noch eine kurze Tour auf dem Daintree River gebucht, in der Hoffnung, ein paar riesige Salzwasserkrokodile oder „Saltys“ zu sehen. Die Ausbeute ist nicht sehr groß, aber ein paar kleine Exemplare sonnen sich auf den Baumstämmen und ein ausgewachsenes Krokodil döst halb im Wasser und halb an Land.
Der Sacred Kingfisher ist nicht nur in Australien weit verbreitet.
Mit der Daintree Ferry (öffnet in neuem Tab) überquere ich den Fluss und fahre weiter Richtung Norden bis zum Cape Tribulation. Ich hoffe unterwegs oder am Strand einen der bis zu 1,70 Meter großen und bis zu 70 kg schweren, flugunfähigen Helmkasuare zu sehen. Sie gelten als gefährlichster Vogel der Welt, da sie mit ihren bis zu 12 cm langen, dolchartigen Krallen lebensgefährliche Verletzungen zufügen können. Konfrontationen sollte man also tunlichst vermeiden. Leider sehe ich lediglich die Hinterlassenschaften eines Vogels am Straßenrand.
Unglaublich, aber bis zum nördlichsten Punkt des australischen Festlandes sind es von hier immer noch circa 1000 Kilometer.
Über Port Douglas geht es zurück nach Cairns. An der Straße am Strand sind wieder etliche Kakadus auf Futtersuche. Außerdem hängen in den Bäumen, der goldenen Penda überall Fruit bats. Die Bäume sind im Norden von Queensland endemisch und gelten auch als Wahrzeichen von Cairns. Der Nektar der Blüten ist bei Vögeln und Insekten sehr beliebt, aber auch den Fruit Bats scheint es zu schmecken.
An einer Kreuzung haben sich einige Rotschwanz-Rabenkakadus versammelt. Die Vögel werden bis zu 60 cm groß. Da sie oft in Schwärmen unterwegs sind, gelten sie teilweise landwirtschaftlicher Schädling.